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17.03.2004

Motorradfahren in Gruppen

Motorradfahren in Gruppen

Allein ist es im Himmel nicht schön - und auch nicht auf dem Motorrad. Für viele Zweiradfreaks lassen sich anspruchsvolle Touren durchs Gebirge oder über kurvige Landstraßen nur in einer Gruppe Gleichgesinnter richtig genießen.

 
Viele Motorradfahrer/-innen verbinden die Freude am Motorradfahren mit dem Gruppenerlebnis einer gemeinsamen Tour oder Reise. Um in möglichst jeder Situation einer solchen Unternehmung für alle Beteiligten maximalen Spaß sicherzustellen, müssen einige Punkte beachtet werden: Gruppengröße: Für die Zahl der Mitfahrer/-innen gibt es keine prinzipiellen Grenzen. In der Tourenpraxis zeigt sich aber, dass bei unkomplizierter Verkehrssituation Gruppen bis ca. zehn Motorräder zügig aber stressfrei vorwärts kommen. Wichtig ist natürlich, dass der Fortbewegungsstil aller Gruppenbeteiligten ähnlich und das Verhalten der Mitfahrer/-innen weitgehend harmonisch ist. Im Zweifelsfall - z.B. bei Unzufriedenheit über einzelne Aktionen - sollte sich eine große Gruppe teilen. Die Größe und Zusammensetzung der Gruppe entscheidet natürlich mit darüber, wie viel Disziplin innerhalb der Gruppe gepflegt werden sollte, wenn sie nicht zerfallen soll. In den meisten Fällen überwiegt der Spaß an der gemeinsamen Unternehmung, so dass es den Beteiligten nicht schwer fällt, sich ausreichend anzupassen.

 

Kritische Situationen werden vermieden, wenn folgende Punkte beachtet werden:

  • Je nach Länge und Dauer der Ausfahrt sollte sich mindestens ein Teilnehmer mit den wichtigsten organisatorischen Dingen beschäftigen. Dazu gehören vor allem Recherchen zur Strecke und zu möglichen Pausen- und Übernachtungsmöglichkeiten. Großen Gruppen werden vor der Abfahrt über den groben Ablauf des Tages informiert. Ggf. geschieht dies auch schriftlich. Treffpunkte für Gruppenteile werden festgelegt, Termine vereinbart.
  • Der / die Vorausfahrende sollte in allen für das Gruppenfahren wichtigen Dingen erfahren sein. Dazu gehören u.a.: - Souveräne Beherrschung der Maschine auch in ungewöhnlichen Situationen, regelmäßige Beobachtung der Gruppe im Rückspiegel (nicht nur des direkt nachfolgenden Fahrers) - gute Orientierungsfähigkeit, schnelles, unkompliziertes Landkartenstudium - Fähigkeit, während der Fahrt einen Überblick über die verschiedenen Verkehrsabläufe innerhalb und außerhalb der Gruppe zu bewahren - rechtzeitiges, berechenbares Handeln (z.B. bei Richtungswechsel, beim Anhalten) - Einschätzung des Könnens und der Möglichkeiten der verschiedenen Gruppenteilnehmer.
  • Die Reihenfolge innerhalb der Gruppe wird nach den Möglichkeiten der Fahrer/-innen zu Beginn festgelegt. Sie bleibt während der Fahrt gleich. Die Gruppenmitglieder überholen sich gegenseitig nicht.
  • So oft es die Strecke und das Verkehrsgeschehen zulässt wird versetzt gefahren.
  • Jedes Gruppenmitglied sucht Nachfolgende regelmäßig im Rückspiegel (besonders nach Ampeln, Kreuzungen und Überholmanövern). Fehlt einer ohne erkennbaren Grund, wird an geeigneter Stelle angehalten. Diese Vorgehensweise wird ggf. bis zum ersten der Gruppe fortgesetzt.
  • Der persönlich benötigte Sicherheitsabstand wird eingehalten.
  • Der Blick nach vorne reicht dabei nicht nur bis zum Vorausfahrenden, sondern wechselt regelmäßig zwischen diesem und der vorausliegenden Strecke.
  • Ständiges zu dichtes Auffahren verunsichert vielfach den Vorausfahrenden. Also auch auf das "Sicherheitsbedürfnis" des Vordermannes / der Vorderfrau Rücksicht nehmen.
  • Das Fahrverhalten sollte für die Nachfolgenden berechenbar sein.
  • Beim Anfahren an Kreuzungen und beim Überholen ist jeder für sich verantwortlich.
  • Ausreichende und rechtzeitige Tank- und Erholungspause einplanen.
  • Bei schlechter Witterung oder Regen hält der erste der Gruppe rechtzeitig an, damit die angemessene Kleidung angezogen werden kann.
  • Größere Gruppen können auf bekannten, eindeutigen und fahrerisch reizvollen Streckenabschnitten vollständig aufgelöst werden. Dann ist freies Fahren angesagt. Der Treffpunkt für die Gruppe sollte allerdings vereinbart werden.

 

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